Kapselfibrose nach Brustoperation

Kapselfibrose Brust vorbeugen – worauf sollten Sie vor einer Brustvergrößerung achten?

Eine Kapselfibrose in der Brust gehört zu den häufigsten Folgen, die nach einer Brust-OP mit Implantaten auftreten. Natürlich ist eine adäquate Aufklärung seitens des behandelnden Facharztes im Vorfeld wichtig, um über die Risiken aufzuklären. Und auch Sie können Ihren Teil dazu beitragen, einer Kapselfibrose in der Brust vorzubeugen.

Werden bei einer Brustvergrößerung Silikonimplantate mit rauer Oberfläche genommen, so senkt dies das Risiko, dass sich eine Kapselfibrose ausbildet. Bei Implantaten mit einer glatten Außenseite liegt das Risiko höher. Eine Alternative zu einer normalen Brust-OP mit Implantaten stellt die Brustvergrößerung mit Eigenfett dar. Allerdings sind dieser Methode auch Grenzen gesetzt und meist wird nur eine Vergrößerung um etwa eine Körbchengröße erreicht.

Wichtig ist, dass die Verhaltenshinweise für die Zeit nach der OP genau befolgt werden. Sei es das Tragen eines speziellen Stütz-BHs oder der Verzicht auf extrem anstrengende Sportarten, all diese Punkte helfen, einer Kapselfibrose in der Brust vorzubeugen.

Wie lässt sich eine Kapselfibrose Brust erkennen?

Bei einer Kapselfibrose bildet sich eine Hülle aus Bindegewebe um das eingesetzte Implantat oder um beide Implantate. Dies stellt eine natürliche Schutzreaktion des Körpers dar und unterteilt sich in vier verschiedenen Stadien. Generell bildet sich um alle Fremdkörper, welche in den Körper eingebracht werden, eine Bindegewebshülle. Dies gilt beispielsweise auch für Knie- oder Hüftimplantate. In der leichten Ausprägung sorgt das Bindegewebe für mehr Stabilität und hilft sozusagen mit, das Implantat an Ort und Stelle zu halten.

Bildet sich allerdings eine sehr harte Schicht aus Bindegewebe rundum die Implantate, die sich eventuell sogar in der Folge verschieben oder verdrehen, handelt es sich um eine ausgeprägte Form der Kapselfibrose. Gerade bei der vierten Stufe kommt es zu Asymmetrien im Bereich der Brust, die von starken Schmerzen begleitet werden. Ihre Brust fühlt sich hart an und reagiert sehr empfindlich auf Berührungen. Wird die Kapselfibrose nicht behandelt, so ist es möglich, dass die eingesetzten Implantate Schaden nehmen.

Kapselfibrose

Wie sollten Sie bei einer Kapselfibrose in der Brust am besten handeln?

Sobald sich die ersten Symptome einer Kapselfibrose zeigen, wie etwa Spannungen oder ein Ziehen in der Brust, sollten Sie einen Facharzt konsultieren. Allerdings bedürfen auch nicht alle Kapselfibrosen unbedingt einer operativen Entfernung und dem Austausch der Implantate, was besonders für die erste Stufe gilt. Bei dieser Form sind meistens schon Massagen, eventuell in Kombination mit einer medikamentösen Behandlung, ausreichend.

Sind bereits Verformungen aufgetreten, in Begleitung von Schmerzen, so ist eine OP anzuraten. Bei der mittleren Stufe der Kapselfibrose wird meist ein Schnitt in die Gelenkskapsel gemacht. Erst bei einer extrem starken Fibrose müssen die Implantate entfernt und bestenfalls ausgetauscht werden.

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