Brustvergrößerung

Welche Risiken bestehen beim Brüste vergrößern mit Implantaten?

Auch wenn es sich beim Brüste vergrößern mit Implantaten inzwischen um einen chirurgischen Routineeingriff handelt, können wie bei jedem anderen chirurgischen Eingriff auch, Risiken und Komplikationen nicht komplett ausgeschlossen werden. Grundsätzlich unterscheidet man bei der Art der Risiken einer Brustvergrößerung zwischen Komplikationen während eine Brust-OP (intraoperativ) und nach einer Operation (postoperativ).

Brustvergrößerung Risiken

Unter intraoperative Risiken fallen in der Regel übliche Narkoserisiken, über welche der erfahrene Anästhesist im vorherigen Beratungsgespräch umfassend aufklären sollte. Da die Operationsdauer einer Brustvergrößerung relativ kurz ist und der Eingriff nur bei Patientinnen mit einem gesunden Allgemeinzustand durchgeführt wird, gilt das Komplikationsrisiko hier als sehr niedrig.

Komplikationen Brustvergrößerung

Andere intraoperative Risiken bestehen beim Operationsablauf selbst. Hierbei können umliegende Strukturen, wie bspw. Nervenfasern oder der (Brust-)Muskel, verletzt werden. Ihr operierender Chirurg wird Ihnen die möglichen Risiken, die während einer Brustvergrößerung auftreten können, im vorherigen Beratungsgespräch detailliert aufzeigen.

Experte für Brustvergrößerung in München Dr. Klöppel

„Grundsätzlich sind Komplikationen bei einer Brustvergrößerung durch einen qualifizierten plastisch-ästhetischen Chirurgen heutzutage sehr selten. Häufigstes Problem bei einer Vergrößerung mit einem Implantat ist die Kapselfibrose, sprich das Zusammenziehen der bindegewebigen Kapsel. Dies kann oft zu Schmerzen oder einer ästhetischen Beeinträchtigung führen und muss operativ entfernt werden. Weitere mögliche Risiken sind Blutergüsse, Schwellungen oder Nachblutungen sowie die Infektion des Wundgebietes, Wundheilungsstörungen oder auch vorübergehende Taubheit der Haut im Operationsgebiet. Ich persönlich rate meinen Patientinnen zur besonders schonenden endoskopischen und nahezu narbenfreien Brustvergrößerung über die Achselhöhle.“
Zitat Dr. Markus Klöppel, Experte für die Brustvergrößerung in München

Nachblutungen & Blutergussbildung bei einer Brust OP

Postoperative Komplikationen wie Nachblutungen und Blutergussbildungen treten vor allem in der frühen Phase nach einer Brustvergrößerung auf. Zudem kann es zu Wundinfektionen kommen, welche durch häufigen & sterilen Verbandwechsel sowie die prophylaktische Verabreichung eines Antibiotikums vermieden werden kann.

Kapselfibrose nach einer Brustvergrößerung – Was steckt dahinter?

Eine der häufigsten postoperativen Spätkomplikationen ist die sogenannte Kabselfibrose. Hierbei handelt es sich um eine Gewebeverhärtung, welche der Körper aufgrund des implantierten Fremdkörpers bildet. Neben Schmerzen sowie Spannungsgefühlen kann es auch zu ausgeprägten Verformungen der Brust oder sogar zur Kontraktion der Kapsel kommen. Mediziner bezeichnen diese Form der Komplikation auch als Implantatverhärtung.

Die Kapselfibrose tritt eher über dem Muskel auf als darunter. Statistisch gesehen liegt die Bildung von Kapselfibrosen bei 2 – 4 %. Teilweise scheint die Bildung von einer Kapselfibrose auch genetisch bedingt zu sein. Hauptverursacher ist aber sicher eine nicht optimale Desinfektion der betroffenen Hautstellen. Spezielle sterile Abklebefolien oder die Verwendung eines sterilen Einführtrichters, auch Keller Funnel genannt, reduzieren die Bildung von Kapselfibrosen deutlich. Durch diese Techniken wird das Risiko einer Verschleppung von auf der Haut natürlich vorkommendem Keimen in den in den Innenbereich deutlich reduziert. Die ordentliche und sorgfältige Stillung von Blutungen in der Implantatstasche verhindert ebenso die Bildung von Kapselfibrose nach dem operativen Eingriff. Dies wird am besten durch  eine visuell optimale Bilddarstellung, wie sie bei einem HD-endoskopisch-axillärem Zugang gegeben ist, ermöglicht.

Die Ursachen einer Kapselfibrose sind bisher nicht vollständig bekannt, aber folgende Einflussfaktoren lassen sich damit in Zusammenhang bringen:

  • Erbliche Vorbedingung
  • Silikonaustritt
  • Fremdkörperreaktion
  • Autoimmunstörung
  • Blutergüsse
  • Infektionen

Moderne Medizin vermindert das Risiko bei der Brustvergrößerung

Dank modernster Implantate mit verbesserten Eigenschaften der Silikonhülle, optimierten Opertionsmethoden sowie intensiveren Voruntersuchungen und Nachbehandlungen bei Brustvergrößerungen, treten Kapselfibrosen immer seltener auf.